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Glowy skin und hauteigenes Antiaging oder doch eher Problemhaut? Vor- und Nachteile fettiger Haut und was bei ihrer Pflege zu beachten ist

Ihr Lieben, es ist soweit. Der nächste gemeinsame Blogartikel mit unserer Gastautorin Minja ist da. Für alle neuen Leser, die wir hiermit herzlich willkommen heißen, Minja ist knapp über 30 und lebt in Berlin. Sie ist Pharmazeutin und hat sich nach dem abgeschlossenen Pharmaziestudium in einer zweijährigen Ausbildung auf Hautpflege und Kosmetik spezialisiert. Minja arbeitet in Berlin als Apothekerin. Sie führt einen eigenen Blog, in dem sie ihren Lesern das Wissen, das sie sich im Laufe der Jahre angeeignet hat, zur Verfügung stellt.

„Wenn wir unseren Körper gesund ernähren und pflegen und zudem dafür sorgen, innerlich ausgeglichen zu sein, fühlen wir uns in unserer Haut wohl und können unser volles Potenzial frei entfalten!“ Minja unterstützt dich mit ihrem Wissen in Bezug auf Deine Haut dabei!

Dieses Mal haben wir uns dazu entschlossen, das Thema „Fettige und unreine Haut“ in den Fokus zu rücken. Das Thema scheint viele von euch sehr zu interessieren und auch ich freue mich sehr, darüber, von einer

Fettige und unreine Haut 

Fettige Haut ist in der Regel etwas großporiger, die Hautoberfläche ist häufig fettig und oft glänzt sie. Sie kennzeichnet sich in der Regel durch eine übermäßige Talgproduktion, die oft zu Hautunreinheiten führt. Wem dies nicht gefällt, dem sei an dieser Stelle Hoffnung geschenkt: mit einer individuell angepassten Pflegeroutine und entsprechender Ernährung kann eine reine Haut ohne Glanz erreicht werden.

Es soll jedoch grundsätzlich auch hier gesagt sein, dass der von den Hautdrüsen abgesonderte Talg für unsere Haut sehr wichtig ist. Er schützt die Haut vor dem Austrocknen, hält sie elastisch und schützt sie vor negativen Umwelteinflüssen. Fettige Haut ist also sehr schützend.

Sondern die Talgdrüsen jedoch zu viel Fett ab, ist die Hautoberfläche fettig-glänzend, was viele Betroffene stört. Überschüssiges Hautfett ist besonders in der T-Zone (Stirn, Nase, Kinn) vorhanden, da es hier eine erhöhte Anzahl von Talgdrüsen gibt. Wenn zusätzlich zu einer übermäßigen Talgproduktion, eine Proliferation (Wachstum und Vermehrung) und verminderte Abschuppung von Keratinozyten (hornbildende Zellen in der Epidermis) auftreten, kann es vorkommen, dass der Talggang verstopft wird. Kann dann in der Folge der Talg nicht mehr richtig abfließen, entstehen Mitesser oder Pickel. Leider ist dies dann eine ausgezeichnete Umgebung für das Wachstum und die Vermehrung von weiteren hauteigenen Bakterien, was zu mehr oder minder schweren  Entzündungsprozessen führen kann.

Das Ziel der Reinigung und Pflege einer fettigen Haut sollte also die Wiederherstellung des Gleichgewichts in der Haut sein. Achtung, dies bedeutet auf keinen Fall, dass man das gesamte sichtbare Hautfett mit der Reinigung entfernen soll. Denn was viele nicht wissen ist, es wichtig die Haut nicht zu stark zu entfetten. Im Umkehrschluss würde sie mit einer Abwehrreaktion, also mit einer erhöhten Talgproduktion reagieren, um das verursachte Manko an Hautfett wieder auszugleichen! Wie bei vielen Dingen im Leben gilt daher auch hier, das richtige Maß ist entscheidend.

Reinigung & Pflege

Auch wenn es zunächst ein wenig erstaunlich wirken mag, wir sollten fettige Haut nicht zu oft waschen und aggressive Reinigungsmittel unbedingt vermeiden. Die Haut sollte zweimal täglich gereinigt werden, das Wasser sollte dabei ausschließlich lauwarm und nicht zu heiß sein. Gesichtsreinigungsgel, Schaum (hier auch bitte vorsichtig sein, denn Reinigungsschaum enthält häufig relativ aggressive Tenside, also Waschsubstanzen) oder auch Balm mit milden Tensiden, sind ausgezeichnete Formen zur Reinigung fettiger Haut.

 

Generell sollte fettige Haut mit Produkten gepflegt werden, die einen geringeren Fettanteil haben, d.h. mit leichten Emulsionen oder auch Gelen, anstelle von reichhaltigen Cremes. Ganz wichtig an dieser Stelle, bei der Pflege fettiger Haut ist der individuelle Zustand der Haut sehr wichtig und die entsprechende Pflege sollte individuell angepasst werden. Dies kann durch professionelle, im Zweifelsfall ärztliche, Beratung geschehen oder durch die eigene wohl überlegte und sorgsame Weiterbildung und vorsichtiges Ausprobieren von, für diesen Hauttyp geeigneten Produkte.

Wenn fettige Haut dehydriert ist, ist es bspw. notwendig, ihre Feuchtigkeit zu erhöhen. Eine dehydrierte Fetthaut braucht vor allem Humectans, d.h. Substanzen, die der Haut helfen, Wasser zu speichern. Beispiele hierfür sind Hyaluronsäure, Harnstoff, Glycerin, Aminosauren, Peptide oder AHAs.

Ist die Haut unrein und von Mitessern oder sogar Akne betroffen, können Substanzen wie BHAs, AHAs und Azelainsäure helfen. BHAs wie bspw. Salicylsäure wirken auf die oberen Hautschichten und entfernen sanft abgestorbene Hautzellen, reinigen die Poren und beruhigen die Haut. AHAs, wie bspw. Glykolsäure – entfernen sanft abgestorbene Hautzellen. Azelainsäure hat entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaften. 

Substanzen wie Benzoylperoxid und Azelainsäure sind bei unreiner Haut ebenfalls sehr sinnvoll denn sie können dazu beitragen, die Anzahl der Bakterien bei entzündlichen Prozessen zu verringern.

Andere Substanzen, die bei der Wiederherstellung des Gleichgewichts von fettiger und unreiner Haut unterstützen können, sind Zink (entzündungshemmende Eigenschaften), Niacinamid (Regulierung der Talgproduktion) und Hamamelisextrakt (entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaften). Auch Inhaltsstoffe wie die Tonerde, Aloe Vera, Schwarkümmelöl (Nigella Sativa), Cajeput-Öl sind für ihre entzündungshemmende und/oder reinigende Wirkung bekannt. Milde Pflegemasken mit die Ton- bzw. Heilerde tun fettiger Haut mit übermäßiger Talgproduktion gut, denn sie haben eine intensiv reinigende, antibakterielle und dabei feuchtigkeitsspendende Wirkung und helfen der Haut, wieder in ihr Gleichgewicht zu finden. Auf dem obigen Bild sieht man unterschiedliche Tonerden in trockenem sowie in, mit Feuchtigkeit gerührter, cremiger Konsistenz.

Vermieden werden sollten hingegen Substanzen, die für ihre Komedogenität bekannt sind, bzw. für Eigenschaft, bei entsprechender Neigung Akne und Pickel zu verursachen. Dies sind z.B. Kakaobutter, Mineralöle, Isopropylmyristat sowie bestimmte Pflanzenöle wie Kokos- und Palmöl.  

Vorteile fettiger Haut:

Für alle Betroffenen von fettiger Haut gibt es gute Nachrichten denn sie hat auch Vorteile gegenüber normaler Haut: Sie altert langsamer. Darüber hinaus ist es häufig widerstandsfähiger gegen die negativen Auswirkungen von Umwelteinflüssen.

Zusatz  - Arzneimitteltherapie bei Akne

Bei sehr stark Hyperproduktion von Talk kann leider keine wirksame Reduzierung der Talgproduktion mit kosmetischen Produkten erreicht werden. Retinoide oder Hormontherapie können hier unterstützen und werden bei der Behandlung von Akne eingesetzt. Auch topische Antibiotika und Retinoide (Adapalen) sind eine mögliche Form der Behandlung von Entzündungsprozessen auf der Haut. In diesem Fall ist es unbedingt ratsam, einen darauf spezialisierten Arzt aufzusuchen, der eine entsprechende Behandlung unterstützend begleiten kann.

 

Hier findest Du einen Auszug an Produkten, die speziell für fettige oder zu Unreinheiten neigende Haut geeignet sind.

Cleanser bzw. Reinigung für fettige und ölige Haut, klärt das Gesicht und befreit es von überschüssigem Hautfett

 Klärendes Gesichtsöl, beruhigend, antibakteriell, lässt Rötungen abklingen, zieht schnell einKlärendes Gesichtsöl, das mit hochwirksamen Pflanzenpotenzen die Haut klärt

  

 

Dieser Beitrag wurde von unserer Gastautorin Minja verfasst. Minja hat Pharmazie studiert und sich im Anschluss weitere zwei Jahre auf die Hautpflege spezialisiert. Sie arbeitet als Apothekerin und widmet sich in ihrer Freizeit weiterhin ihrem Lieblingsthema, der Haut und ihrer Pflege. Minja betreibt selbst einen Blog und ein Instagram-Profil, beides unter dem Titel "The Soul of Skin".

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